Was uns bewegt
Unser Vocal-Quintett singt Standards aus Jazz, Rock, Pop, Bossa Nova & Swing, ist aber auch für andere Stilrichtungen und vor allem: für jeden Spaß zu haben. Bei uns steht die Freude am A-Cappella-Gesang an erster Stelle!
Unser Repertoire
Aktuell stehen folgende Titel auf unserem musikalischen Programm:
50 ways to leave your lover, The days of wine and roses, Flight of the foobirds, How high the moon, It don't mean a thing, Java Jive, Li'l darling, Misty, My funny Valentine, A nithingale sang in Berkeley Square, Oh-shoo-be-doo-be, Seaside Rendezvous, What a difference a day makes, Wisper not, Words.
Weitere Stücke sind in Vorbereitung.
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was wir machen?
5th AVENUE - persönlich
Heribert "Welly" Welter - Tenor
Erste Erfahrungen mit Musik hatte ich schon mit 4 Jahren, hinter der Kirchenorgel meines Heimatdorfs, die Eltern mussten mich lange suchen, ich war von hinten in die Orgel gekrabbelt und wartete auf die nächst Musik.
Mit dem Musikunterricht tat ich mich schwer, jeder meiner Lehrer wollte mir partout nicht das beibringen, was ich gerne wollte, ich soll-te halt Fingerübungen machen, wie man das so kennt ... Ich habe den starken Willen, mir das, was mir Spaß macht, zu erarbeiten, wenn also keine Noten da sind, werden sie entweder von einer guten Interpreta-tion herausgehört oder neu eben geschrieben.
Mein Musiklehrer am Wendalinus-Gymnasium in St. Wendel stellte mir die vorhandenen Tasteninstrumente zum Üben zur Verfügung.
Mit 20 Jahren spielte ich in Rock- und Tanzgruppen, auch zwei Bands waren dabei, die Eigenkompositionen auf die Bühne brachten.
Mit der Rockband „Beat on the Rock's“ durfte ich mit der Unterstüt-zung des Goetheinstituts 2 Wochen in Malawi unterrichten und Kon-zerte geben.
Ich bin ein rhythmisch versierter Musiker und Sänger, habe sowohl für Rock und Blues eine Ader, gehe sehr begeistert auf Latin und Jazz-rhythmen ein.
Die 30 Jahre Banderfahrung als Keyboarder, Sänger und Bassist ver-einen sich mit meinem Gefühl für Melodik.
Mein gutes Gehör, akribisches Heraushören diffiziler Arrangements und viel Geduld beim Arrangieren tragen zum Markenzeichen meiner Gruppe 5th Avenue bei, ungewöhnliche Arrangements ganz oder fast ohne Instrumente darzubieten.
Margret Wilhelm - Sopran
Glaubt man alten Geschichten von früher, so habe ich schon gesun-gen, bevor ich laufen, geschweige denn reden konnte - wurde mir wohl in die Wiege gelegt. Meine Großmutter war Sängerin, und an-scheinend sollte ich in ihre Fußstapfen treten. Meine Eltern versuch-ten es bei mir mit Klavier- und Querflötenunterricht, mit eher mäßi-gem Erfolg ... ich wollte immer nur singen!!!
Und ich habe jede Gelegenheit dazu genutzt: Kinderchöre, Jugend-chöre, Kirchenchöre, Unichöre, Projektchöre aller Art ... überall war ich dabei.
Bis ich dann sozusagen meine Bestimmung fand: Meinen ersten Auf-tritt mit 5th Avenue (damals hießen wir noch "Major 7") hatte ich bei der Nachtmusik 1992 im Wachdersch in Wemmetsweiler mit nur drei Proben Anlauf ... man hatte mich kurzfristig angefragt, weil die Sopra-nistin die Gruppe Knall auf Fall verlassen hatte ... das Lampenfieber an jenem Abend vergesse ich nie!
Mittlerweile habe ich letzteres ganz gut im Griff, und der Feuer-wehreinsatz von damals entwickelte sich zu einer langfristigen Bezie-hung. Seither bin ich - Stimmgabel sei Dank - "tonangebendes" Stammmitglied bei 5th Avenue, allen Höhen und Tiefen, Umbeset-zungen und Wechselfällen zum Trotz - diese Art von Musik ist ein Teil meines Lebens, den ich unter keinen Umständen missen möchte!
Lisa Ranker-Geisinger - Alt
Ich bin in einer sehr musikalischen und sangesfreudigen Familie auf-gewachsen: Großeltern, Eltern, Geschwister, Tanten, Onkel - alle hatt-en, bzw. haben eine große Liebe zur Musik. So fiel es mir leicht, meine eigenen musikalischen Neigungen zu entfalten: Ob Instrumentenspiel (Blockflöten, Querflöte, Violine, Klavier) oder Engagement in unter-schiedlichsten Chören - ich durfte immer ausprobieren, meine musi-kalischen Ambitionen wurden gefördert.
Gesungen habe ich schon als Kindergartenkind liebend gerne - be-sonders zweite und dritte Stimmen zu bekannten Melodien gingen mir ständig über die Lippen.
Ein hervorragender schulischer Musikunterricht, das Musizieren und Singen mit Bekannnten und Freunden in wechselnden Formationen, die frühe Begegnung mit Jazz (mein Vater beglückte uns Kinder eigentlich täglich mit eigenen Klavier-Improvisationen bekannter, gängiger Jazz-Standards), aber auch solch wunderbaren Ikonen wie den Beatles, Bob Dylan, Leonard Cohen, Don McLean, Simon and Garfunkel, Peter, Paul and Mary, Jim Croce, Frank Zappa und, und, und ... haben mich tief berührt und musikalisch geprägt.
Ganz besonders der mehrstimmige Jazz-Gesang der Swingle Singers, von Manhattan Transfer, den Singers Unlimited, aber auch die von der Gesangsgruppe Buenos Aires 8 gesungenen Tangos von Astor Piazzo-lla übten einen unwiderstehlichen Reiz auf mich aus.
So führte die Begegnung mit Welly zu Beginn der 1980er Jahre nach einigen experimentellen Versuchen mit mehrstimmigem a cappella Gesang zu der fünfstimmigen Formation Major 7. In den 90ern änder-ten wir den Namen der Gruppe in 5th Avenue.
Auch heute noch, einige Jahrzehnte später, übt dieser mehrstimmige Gesang immer noch eine tiefe Faszination auf mich aus - es ist eine Art Sucht.
Martin Heppe - Bariton
Bereits in der Realschule Bellevue wurde ich vom Swing-Jazz-Feeling durch Musiklehrer „Bongo“ Mertes angesteckt, wovon ich bis heute nicht „geheilt“ bin.
„Play Bach“ mit Jaques Loussier, Latin-Jazz (Dave Valentin, Raul de Souza), Easy-Jazz wie „Shakatak“ haben meinen Musikgeschmack geprägt.
Ich nahm Klavierunterricht (bei einer geduldigen Klavierlehrerin), kaufte mir u.a. ein Fender Rhodes und ein Yamaha Grand Piano und machte in verschiedenen Formationen (z.B. „Maxwell Smart“) Jazz-Rock-Funk Musik, bis mir die Schlepperei der Instrumente zu viel wurde und ich auf Vocal umstieg.
Schon früh begeisterten mich kleine Vocal Jazz Formationen wie z.B. Singers Unlimited, Swingle Singers, aber auch The Beach Boys.
Das wollte ich auch machen. Die Suche nach einer 5-Personen a cappella Formation in Richtung Jazz, Rock, Pop mit hohem Anspruch gestaltete sich im Saarland schwierig.
2017 trat ich bei 5th Avenue die Nachfolge des Baritons Erwin Dörr-Neumann an.
Thomas Malburg - Bass
In den 70gern kam ich über die Hammond-Orgel dann zum Klavier und spielte zunächst als “Entertainer”, dann aber auch in verschiede-nen Bands im Bereich Rhythm & Soul und Blues.
Der (Solo)Gesang kam dann in meinen Zwanzigern hinzu. Mit 14
inspirierten mich Jazz-Sänger:innen wie Ella und Louis, Frank
Sinatra, Nat King Cole, Ray Charles und viele anderen, aber
auch Al Jarreau und Bobby McFerrin.
Zunehmend mehr faszinierte mich dann der jazzige und
swingige A Cappella Gesang. Ensembles wie: The Real Group, The
Singers Unli-mited, The Kings Singers, The Swingle Singers,
Manhattan Transfer, u.a. fanden meine ungeteilte
Aufmerksamkeit.
Dann ging es "chorisch" los: Mitte der 80ger sang ich 8 Jahre in einem Chor an der Uni, dann 10 Jahre im Jazz-Chor Blue Notes (auch als Scat-Solist), 6 Jahre Gospel bei den GosPeople, 2 Jahre Gregorianik in der Schola der Stiftskirche zu St. Arnual, 3 Jahre im Obertonchor Neunkirchen, 6 Jahre in einem Chant-Kreis, wo wir heilsame Lieder und Mantren sangen. Letzteres singe ich auch heute noch.
Neben dem chorischen Singen im Bass singe ich zu meiner Klavier-begleitung als Barmusiker Balladen, Oldies und Evergreens, Swiniges & Jazziges, Bossa Nova & Blues. Daneben spiele ich seit Juni 2024 als Pianist in Hermanns Bigband und mit einem coolen Saxophonisten.
Seit Juni 2022 ist es mir eine große Ehre und Freude, den Bass bei 5th Avenue singen zu dürfen.
Unsere Geschichte
5th Avenue - How we got what we are ...
Unsere Wurzeln reichen bis ins Jahr 1983. Damals formierte sich aus interessierten Leuten ein kleiner Chor, der Spaß am mehrstimmigen A-Cappella-Gesang hatte. Schließlich blieb ein Quartett übrig, wir nannten uns Major7 … nach dem bekannten Jazz-Akkord mit der „großen“ Sieben.
Bald wagten wir uns auch an anspruchsvollere Musik aus Rock und Pop sowie Jazz- und Swing-Standards. Bis dahin gab es nur Originalnoten, aber es kamen auch mehr und mehr eigene Arrangements hinzu, die in Kollektivarbeit entstanden oder aus Wellys Feder stammten - so halten wir es im Übrigen bis heute!
Aber wir wollten ja nicht nur für uns selbst singen. So suchten wir bald die Öffentlichkeit, und dieses Ensemble schaffte es 1986 bis in den Aktuellen Bericht im SR-Fernsehen … dort mimten wir zu einem „selbstgemachten“ und selbst arrangierten Playback „A Man and a Woman“.
Nach mehreren Umbesetzungen entschieden wir, fortan 5-stimmig zu singen - das passte sowieso besser zu unseren Arrangements - und machten erste professionelle Demo-Aufnahmen im Tonstudio.
4 Wochen vor unserem ersten gut bezahlten Auftritt 1988 zur Eröffnung der heuten Europa-Galerie verließ unser tiefer Bass die Gruppe - zum Glück fanden wir in Tomas Kreutzer kurzfristig Ersatz! Der Auftritt wurde ein voller Erfolg, und Tomas als studierter Musiker und Jazz-Arrangeur bestimmte von nun an weitgehend das Geschehen im Ensemble. Er wartete direkt mit den tollsten, uns auf den Leib geschriebenen Arrange-ments auf, und wir mussten mächtig üben, bevor es uns gelang, deren Schönheit zum Klingen zu bringen. Ihm verdanken wir Stücke wie "My funny Valentine", "Oh shoo be doo be", "There is no greater love", "Sophisticated Lady" u.a.. Auch bereits vorhandene Arrangements wurden von ihm verbessert und durch Improvisationsteile komplettiert (z.B. in "Misty").
Ende 1992 planten wir einen Auftritt für die Illinger Nachtmusik, eine Uraufführung: „To Eternity“ (ein Gedichttext der amerikanischen Lyrikerin Emily Dickinson), zusammen mit einem Querflötentrio. Im Verlauf der Proben musste zum zweiten Mal sehr kurzfristig ein neues Ensemble-Mitglied gefunden werden, diesmal im Sopran. Margret hatte zwar noch nie solchen Jazz gesungen, integrierte sich aber sehr schnell mit ihrer Stimme in unser Quintett, so dass wir den Eternity-Auftritt wie geplant meistern konnten.
Danach war klar: Wir brauchten einen neuen Namen! Die Wahl fiel auf 5th Avenue. Wir gingen wieder ins Tonstudio und nahmen eine neue Demo-CD auf.
Tomas Kreutzer trennte sich 1999 von uns. Ersatz fanden wir in Erwin Dörr-Neumann, dessen musikalisches Gespür für Harmonik und Rhythmik des Jazz-Gesangs und menschliche Empathie die Gruppe enorm bereicherten … und auch er fühlte sich mit seinem musikalischen Geschmack bei uns sehr gut aufgehoben. Auch in der Bassstimme änderte sich etwas: Alfred Ewen übernahm 2004 diesen Part von Andreas Goldbach. In der Folge gestalteten wir mehrere abendfüllende Konzerte, u. a. im Domizil Leidinger und im Kaffeehaus in Ommersheim.
Von der Ur-Besetzung sind Welly und Lisa auch heute noch dabei. Im Frühjahr 2017 übernahm Martin für den viel zu früh verstorbenen Erwin den 2. Tenor - ein absoluter Glücksfall! In dieser Formation traten wir recht bald wieder auf, sei es bei privaten Veranstaltungen oder öffentlich, z.B. im Rahmen eines Beratungssingens im November 2017 im großen Sendesaal des saarländischen Rundfunks oder während einer Kunstvernissage des Künstlers Hans Adam im Garelly-Haus Anfang November 2019. Im März 2019 gab es zudem ein abendfüllendes Konzert in dieser Besetzung im Café Zucker und Zimt im Saarbrücker Stadtteil St. Arnual.
Seitdem gab es im Bass wieder einige Bewegung: Nach Alfreds Ausscheiden 2021 wurde zunächst Walter „Wolti“ Thomas unser neuer Bassist, der uns aber leider nur eine sehr kurze Zeit zur Verfügung stehen konnte. Seit Juni 2022 ist nun Thomas Malburg unser „jüngstes“ Mitglied. Mit ihm gaben wir im Mai 2024 im RaumfürMusik unser erstes größeres „Concert for Friends“, das sehr guten Anklang fand. Auch bei „Sing City“ in St. Wendel im September 2024 waren wir mit von der Partie, als zweiter Act vor großem Publikum auf der 2. Hauptbühne im Saalbau … so darf es weitergehen!